Aufstiegsspiele 2026
Am vergangenen Samstag, 19. September, fanden die Aufstiegsspiele 1. Liga / NLB statt. Nachdem wir in der regionalen 1. Liga eine konstant starke Saison gespielt und den Titel ohne Punktverlust gewonnen hatten, hofften wir natürlich, unsere starke Form auch an diesem entscheidenden Tag abrufen zu können. Nach dem dritten Platz im letzten Jahr und dem damit nur knapp verpassten Aufstieg war unser Ziel klar: Dieses Jahr wollten wir den Aufstieg endlich schaffen!
Unsere Vorbereitung startete bereits am Freitagabend. Nach einem kurzen Einwurftraining durften wir uns beim Spaghettiessen bei Andrea und Stadi nochmals stärken und uns auf den nächsten Tag einstimmen.
Am Samstagmorgen ging es dann auf den Weg nach Lüsslingen. Die Nervosität war bereits im Auto deutlich spürbar. In Lüsslingen angekommen, machten wir uns langsam bereit: Aufwärmen, mit vielen Korbwürfen ein gutes Gefühl holen und nochmals gemeinsam fokussieren. Der Anpfiff unseres ersten Spiels kam näher und näher.
Unsere ersten Gegnerinnen kamen aus Meltingen-Zullwil. Sie sind uns natürlich aus der regionalen Liga bestens bekannt. Jetzt hiess es: Vollgas von der ersten Minute an! Korb für Korb erkämpften wir uns schon bald einen deutlichen Vorsprung. Obwohl unsere Gegnerinnen in der ersten Halbzeit nochmals bis auf zwei Körbe herankamen, hatten wir das Spiel insgesamt gut im Griff. In der zweiten Halbzeit konnten wir nochmals aufdrehen und dominierten das Spiel. Mit einem 12:5 fuhren wir unseren ersten Tagessieg ein.
Nach kurzer Erholungszeit trafen wir auf unsere zweiten Gegnerinnen, Löhningen-Hallau. Man merkte uns an, dass die Nerven nach dem ersten Sieg etwas beruhigter waren. Auch in diesem Spiel zeigten wir präzise Pässe, schöne Spielzüge und tolle Treffer. Trotzdem war es ein hart umkämpftes Spiel. Umso überraschter waren wir über das klare Endresultat von 11:5.
Nun hatten wir eine etwas längere Verschnaufpause. Aufgrund einer Verletzung im vorhergehenden Spiel mussten wir den restlichen Tag allerdings mit nur einer Auswechselspielerin auskommen. Wir wussten, jetzt kommen die zwei schwierigeren Spiele der Gruppenphase…
Bevor das dritte Spiel gegen Müntschemier folgte, mussten wir uns nach der langen Pause zuerst wieder auf Betriebstemperatur bringen. Das Spiel startete sehr ausgeglichen. Wir kämpften um jeden einzelnen Korb, hatten gleichzeitig aber auch Mühe, unseren eigenen Korb konsequent zu verteidigen. Kurz vor Schluss stand es unentschieden. Die Gegnerinnen waren im Ballbesitz. Um einen Korb und damit eine Niederlage zu verhindern, folgte ein Foul und damit eine 2-Minuten-Strafe. Nun galt es, eine Minute ab Wiederanpfiff in Unterzahl durchzuhalten.
Wir konnten den Angriff von Müntschemier erfolgreich verteidigen und anschliessend selbst in den Angriff starten. Wir blieben geduldig, kamen zu einem Korbwurf … und trafen! Das Spiel ging nicht mehr lange. Doch nach unserem Treffer reagierten wir zu langsam und Müntschemier startete einen schnellen Gegenangriff. Unsere Gegnerinnen nutzten ihre Chance und glichen wieder aus. Dann ertönte der Schlusspfiff. Für die Gegnerinnen war es ein gewonnener Punkt, für uns fühlte es sich wie ein verlorener an. Wir waren alle ziemlich niedergeschmettert, doch viel Zeit, um darüber nachzudenken, blieb uns nicht. Kaum war das Spiel zu Ende, begann schon das nächste: Unser letztes Gruppenspiel gegen Oberaach. Wir pushten uns nochmals gegenseitig. Der Wille jeder Spielerin war klar: Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen! Und wir mussten es auch, wenn wir weiterkommen wollten. Also kämpften wir nochmals. Auch dieses Spiel war alles andere als einfach. Doch wir blieben dran und konnten uns am Ende knapp mit 10:8 durchsetzen. Damit war klar: Es geht in die Kreuzspiele und der Kampf um einen der beiden Aufstiegsplätze geht weiter.
Nach gerade einmal 15 Minuten Pause ging es bereits weiter gegen Täuffelen 2, die Absteigerinnen der vergangenen Saison. Auch dieses Spiel wurde zu einem spannenden Krimi. Obwohl wir einige Spielerinnen und ihre Spielweise kannten, hatten wir Mühe, sie in der Verteidigung in den Griff zu bekommen. Also mussten wir unsere Chancen im Angriff konsequent nutzen, was uns eigentlich gut gelang. Doch auf jeden Treffer von uns folgte gleich ein Gegentreffer, weshalb das Spiel bis zum Schluss extrem ausgeglichen blieb.
Kurz vor dem Abpfiff stand es 8:8. Wieder waren unsere Gegnerinnen im Ballbesitz. Wir blockierten den Ball, um einen weiteren Gegenangriff zu verhindern, und erhielten dafür erneut eine 2-Minuten-Strafe. Mit den letzten Kräften mussten wir unseren Korb in Unterzahl verteidigen. Wir stellten die Verteidigung um und kämpften um den Ball. Dann kam der Fehlwurf von Täuffelen und wir konnten den Rebound für uns gewinnen. Noch etwa 20 Sekunden waren auf der Uhr. Wir spielten die Zeit herunter und suchten eine Wurfmöglichkeit. Tatsächlich gelang es uns noch, einen Abschluss zu nehmen. Der Distanzwurf war flach, doch wir hofften und zitterten alle. Und tatsächlich, der Ball fand seinen Weg in den Korb! Der Schlusspfiff ertönte und mit ihm fiel auch die Anspannung von uns ab. Die Erleichterung war riesig. Doch es war noch nicht geschafft. Jetzt folgte das alles entscheidende Schlussspiel gegen die grossgewachsenen Menznauerinnen. Das Ziel war so nah wie noch nie. Wir motivierten uns vor dem Match nochmals gegenseitig. Wir wollten diesen Sieg unbedingt! Ein Unentschieden würde theoretisch auch reichen, aber spannend war es diese Saison schon oft genug geworden. Wir wollten gewinnen.
Obwohl wir mittlerweile am Limit waren, sammelten wir nochmals die letzten Kräfte. Und wir starteten stark. Schon bald führten wir mit 5:1. Kurz vor der Halbzeit führte ein Foul im Konter zu einer roten Karte gegen Menznau. Da sie keine Auswechselspielerin mehr hatten, mussten sie den Rest des Spiels in Unterzahl bestreiten. Wir konnten diese Überzahl in der Verteidigung zwar nicht wirklich ausnutzen, verwerteten dafür vorne unsere Chancen und hielten unseren Vorsprung konstant. Nun hiess es nur noch, diesen Vorsprung bis zum Schluss zu verteidigen! Und genau das gelang uns souverän. Der Schlusspfiff ertönte. GESCHAFFT!!! Die Freude war riesig. Nach dem dritten Platz im letzten Jahr, nach so vielen knappen Spielen und nach diesem unglaublichen Tag dürfen wir uns jetzt nicht nur 1. Liga-Schweizermeisterinnen nennen, sondern starten nächstes Jahr zum allerersten Mal in der Geschichte des Turnvereins Büsserach mit einem Damenteam in der Nationalliga B!
Ein riesiges Kompliment und herzliche Gratulation an jede einzelne Spielerin zu diesem unglaublichen Erfolg! Ein riesiges Dankeschön geht auch an Stadi, der uns durch diese Saison begleitet und gepusht hat. Und natürlich auch ein grosses Danke an alle Fans, die uns den ganzen Tag lautstark unterstützt und mitgefiebert haben.
Was für ein Tag. Was für eine Saison. Und was für ein Abschluss!